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Die 8 Säulen

Die 8 Säulen

Artikel 17 des Gesetzes Nr. 2016-1691 vom 9. Dezember 2016 über Transparenz, Korruptionsbekämpfung und die Modernisierung des Wirtschaftslebens führt eine Wachsamkeitspflicht für bestimmte Unternehmen ein. Acht Maßnahmen und Verfahren sind unter der Verpflichtung zur Wachsamkeit umzusetzen.

Das Sapin-2-Gesetz basiert auf 8 Grundpfeilern.

1/ Ein Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex definiert und veranschaulicht die verschiedenen Verhaltensweisen, die im Hinblick auf Korruption und Einflussnahme auf den Handel verboten werden sollen. Sie muss in die Geschäftsordnung des Unternehmens integriert werden, so dass die betroffenen Personen einfach und leicht akzeptable Praktiken in Bezug auf Geschenke, Mäzenatentum, politisches Leben oder Sanktionen erkennen können...

2/ Eine interne Warnvorrichtung

Es muss eine interne Warnvorrichtung definiert werden. Sie bietet den Mitarbeitern eine klare Methode, um Verhalten oder Situationen zu melden, die gegen den Verhaltenskodex ihres Unternehmens verstoßen. Seien Sie vorsichtig, wenn dieses Verfahren nicht eingehalten wird, ist der Bericht null und nichtig.

3/ Eine Kartierung der Korruptionsrisiken

Die Risikokartierung ist eine Dokumentation, die dazu dient, die Risiken der Exponierung des Unternehmens gegenüber externen Bestechungsangeboten zu identifizieren, zu analysieren und zu priorisieren, insbesondere auf der Grundlage der Geschäftsbereiche und geografischen Gebiete, in denen das Unternehmen tätig ist. Sie muss regelmäßig aktualisiert werden.

4/ Bewertungsverfahren durch Dritte

Auch Kunden, Lieferanten und Zwischenhändler müssen hinsichtlich der Risikokartierung bewertet werden. Geschäftspartner sind stärker dem Korruptionsrisiko ausgesetzt. Zum Beispiel, indem sie einen Teil ihrer Provision zur Zahlung eines Bestechungsgeldes verwenden, um einen neuen Vertrag zu erhalten. Sie müssen daher systematisch geprüft werden.

5/ Verfahren zur Kontrolle der Buchhaltung

Es müssen interne und externe Kontrollverfahren für die Rechnungslegung eingeführt werden. Sie sollen sicherstellen, dass Bücher, Aufzeichnungen und Konten nicht dazu benutzt werden, Korruptionstatbestände zu verbergen oder die Hausiererei zu beeinflussen, wie z.B. falsche Rechnungen für fiktive Dienstleistungen.

6/ Ausbildung von exponierten Managern und Mitarbeitern

Es muss ein Ausbildungssystem für Manager und Personen eingerichtet werden, die am stärksten der Gefahr von Korruption und Einflussnahme ausgesetzt sind.

7/ Ein Disziplinarverfahren

Das Disziplinarverfahren legt die Sanktionen fest, die im Falle eines tatsächlichen Verstoßes gegen den Verhaltenskodex gegen die Mitarbeiter des Unternehmens verhängt werden: Verwarnung, Verweis, Entlassung, Kündigung usw. Der Text muss klar und vor allem den Mitarbeitern bekannt sein, indem er in die interne Geschäftsordnung aufgenommen wird.

8/ Ein Kontroll- und Bewertungsmechanismus

Ein Überwachungs- und Bewertungssystem ermöglicht es, die Wirksamkeit und ordnungsgemäße Anwendung der Maßnahmen des Anti-Korruptionsprogramms des Unternehmens durch regelmäßige interne oder externe Audits zu verfolgen.